Turnerinnen zum Deutschen Turnfest

17. 07. 04
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Am 08.06. diesen Jahres erlebten die Mädchen der Turngruppe einen unglaublichen Tag. Sie durften das deutsche Turnfest, das in Berlin stattfand, zusammen mit Frau Hartwig besuchen.

Der Zug fuhr um 9.30 Uhr in Richtung Berlin mit 10 Schülerinnen des Richard- Wossidlo- Gymnasiums ab. Dort angekommen wurde sich noch durch eine Straßenbahnfahrt „gequält“, die bleibende Eindrücke hinterließ. Endlich an der Messe angekommen, waren alle überwältigt von der schier unendlichen Größe der gesamten Anlage. Die Gruppe teilte sich etwas auf und voller Vorfreude und Anspannung widmeten wir uns den vielen verschiedenen Ständen. Besonders lange hielten wir uns mit einem witzigen Sportgerät auf, das Feingefühl und Geschick forderte, das, wie wir merkten, wohl niemand so recht besaß. Auch eine Rudergerätstation wurde in Beschlag genommen und wir durften Frau Hartwig in Action erleben. Eine der Schülerinnen hielt sich übrigens verdächtig lange an einem Jui-Jitsu Stand auf. Die anderen johlten ihr zu, als sie in einem Trainingskampf vertieft den armen Jungen fertig machte.

Es gab so viele Attraktionen, dass es kaum möglich ist, diese alle aufzuzählen. Es gab Stände  mit verschiedenen ultrateuren Sportgeräten, die Frau Hartwigs Augen zum Leuchten brachten. Nicht selten durften wir den Satz hören „Wenn wir sowas nur in der Schule hätten.“ Auch eine riesige Halle mit Airtrackbahnen zog uns in ihren Bann. Wir hielten uns dort fast 2 Stunden auf, übten unsere neu erlernten Techniken und staunten nicht schlecht über die Jungs, die nebenan doppelte Schrauben, Salti und was nicht sonst noch Alles vollbrachten. Der Hunger trieb uns kurze Zeit später nach draußen in den Schaugarten. Von Fast Food gestärkt, sahen wir uns einige der Paraden an, die alte Leute zeigten, und waren nicht besonders begeistert. Viel zu abgelenkt von weit entfernt stehenden Jungs mit einer Airtrackbahn, konnten wir uns eh nicht auf die alten Damen und Herren konzentrieren. Kurz bevor wir gehen wollten, gingen eben diese Jungs schnurstracks Richtung Bühne und unsere Pläne abzuhauen, änderten sich schlagartig. Es stellte sich heraus, dass die hotten Boys (nicht nur, auch ein paar hübsche Mädchen waren dabei) von einer Schule aus Dänemark kamen. Sie zauberten mit Leichtigkeit fantastische Salti und Tänze hin.

Wir beschlossen alle, nach dem Abi nach Dänemark an eben diese Schule zu gehen. Nach gefühlt 2 Stunden des Hinschmachtens begaben wir uns auf den Weg zur Straßenbahn. Wir fuhren zur Max Schmeling Halle. Hier herrschten strenge Sicherheitsvorschriften. Nachdem unsere Taschen durchsucht wurden, traten wir in die Halle. Sofort packte uns die Stimmung und unsere Haut kribbelte vor Vorfreude. Wir begaben uns auf unsere Sitzplätze und auch hier sollte das Schmachten nicht aufhören. Es fing an mit Sprung bei den Männern, was wir leider gar nicht ganz mitbekamen aufgrund unserer Verspätung. Jedesmal nach einem Sprung rastete die Menge aus. Es war ein unglaubliches Gefühl. Weiter ging es mit dem Schwebebalken. Wir waren fasziniert von den Aufgängen, Abgängen und Sprüngen auf dem Schwebebalken. Besonders angetan hatte es uns der Spagataufgang, der schon beim Zuschauen Schmerzen verursachte. Doch dann kamen wir zum Highlight Barren. Die jungen Männer vollbrachten Sachen, die unmöglich aussahen. Am Ende gewann sogar unser Favorit, von dem wir alle schwer begeistert waren. Es folgte der Boden bei den Frauen. Auch sie vollbrachten schier Unglaubliches. Sie bewegten sich im Rhythmus der Musik - eine Mischung aus Tanz, Akrobatik und Salti. Wir hofften jedoch sehr, dass sich die Frauen beeilen würden, damit wir die Männer noch am Reck bewundern konnten.

Leider schafften wir es nicht ganz. Gerade, als diese Kategorie startete, mussten wir los, um unseren Zug noch zu erreichen. Um 00:30 Uhr kamen wir nach einer verschlafenen Zugfahrt wieder in Waren an. Es war ein rundum schöner Ausflug voller Spaß und Sport. Vielen Dank an Frau Hartwig für diesen tollen Tag.