Wendelstein 7X

16. 03. 30
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Als die Mitschüler noch sanft schlummerten, trafen sich 40 Physik-Interessierte zur Exkursion in die Kernfusionsforschungsanlage Wendelstein 7X in Greifswald. Sehr herzlich wurde Herr Glaß, ehemaliger Schulleiter, begrüßt, der sich für dieses Thema immer noch interessiert. Nach einem sehr informativen Vortrag über die Kernfusion an sich und die Greifswalder Anlage im Speziellen, durften wir den Fusionsreaktorraum betreten. Die ersten erfolgreichen Experimente waren abgeschlossen, daher bekamen wir Zutritt zu den Anlagenbereichen. Der Fusionsreaktor war vor lauter Rohren, Messgeräten und Kühlaggregaten nur zu erahnen. Während der Führung hörten wir, dass man mit den ersten Versuchen sehr zufrieden war. Die Experimente, die hier mit dem Plasma, das bereits für einige Sekunden gehalten werden konnte, unternimmt, dienen zur Gewinnung neuer Erkenntnisse zu den notwendigen Bedingungen für das Gelingen der Kernfusion. Man zeigte sich sehr optimistisch, dass eines Tages tatsächlich eine stabile, energieliefernde Fusionsanlage existieren wird. Hier in Greifswald, in Mecklenburg-Vorpommern, wurden dann erste wichtige Grundlagen erforscht - und wir waren dort. Anschließend besichtigten wir die Hochwassersperranlage in Greifswald-Eldena. Diese Anlage ist eines der modernsten Sperrwerke im Ostseeraum. Sie soll Greifswald vor Hochwasser aus der Ostsee schützen. Ein interessanter Tag - waren sich die Teilnehmer einig. Herzlicher Dank gebührt Herrn Nowak für die Organisation.

A.Liedtke