Hola! Salut! Warnemünde

18. 04. 30

Ein neues Projekt, eine Woche in Warnemünde, das klingt gut.

Also los ging’s: Vom 23.-27. April fuhren SchülerInnen aus den 9. Klassen zum Sprachcamp nach Warnemünde, um intensiv Französisch und Spanisch zu sprechen.Organisiert und begleitet wurde das Sprachcamp von Frau Weger und Frau Scholtz. Wir hatten die Möglichkeit zwischen verschiedenen Projekten zu wählen, die Studenten und wissenschaftliche Mitarbeiter des Institutes für Romanistik der Universität Rostock geleitet haben. Das waren folgende Projekte für die Spanischlerner: Zoo, Theater und Sport und für die Französischlerner: Zoo, Theater und Interview.
Wir mussten während der Projektzeit am Vor- und Nachmittag immer die Fremdsprache benutzen und haben eine Präsentation erarbeitet, die wir am Donnerstag den anderen Gruppen vorgestellt haben. Die Arbeit mit den Studenten hat uns allen viel Spaß gemacht.
Besonders interessant und eindrucksvoll war für uns der Dienstagabend, an dem die Teilnehmer der Theaterprojekte im Volkstheater waren, um ein experimentelles Stück zu sehen. Alle anderen gingen zum Kreuzfahrthafen, um einerseits das Ablegen der Viking zu beobachten und andererseits mit spanischsprachigen Muttersprachlern ins Gespräch zu kommen. Die FranzösischlernerInnen haben ihre Englischkenntnisse genutzt, um sich zu unterhalten.
An den anderen Abenden haben wir uns getroffen, um Französisch bzw. Spanisch den Tag auszuwerten oder „Wer bin ich?“ zu spielen. Die Woche war sprachintensiv, lustig, anstrengend und motivierend zugleich.
Also liebe Noch-8-Klässler: Auf zum Sprachcamp nach Warnemünde!

Eine Schülerin hat das Erlebte auf besondere Weise zusammengefasst:

Sprachcamp

Ins Sprachcamp wollten alle fahrn,

Mit den Worten von den Lehrern „Ihr müsst bezahln“.

Mit viel Gepäck zum Bahnhof gehen,

sah man auch schon Frau Weger stehn.

Freudig in den Zug gestiegen,

mit der Hoffnung – Hauptsache: es bleibt nix liegen.

Eine Stunde im Zug ist nicht lang,

so waren wir schon in Warnemünde angelangt.

Aus dem Zug mit Sack und Pack

wurden schon Buspläne gemacht.

Doch NEIN, Frau Weger und Frau Scholtz wollten gehn,

und ließen uns mit unseren Busgedanken stehn.

Mit großer Lust durch die Stadt

wurde schon die Freizeit durchdacht.

Hurra, hurra, „Haus Stolteraa“,

doch nein, wir waren noch lang nicht da.

Die Ampeln auch stets übersehn

Frau Scholtz mit strengem Ton: „Bleibt doch mal stehn!“

Gefühlt fünf Kilometer mussten wir gehn,

um endlich vor der Jugendherberge zu stehn.

Frau Scholtz sagte sofort, was sie will,

um 7.20 Uhr vor dem Frühstückssaal,

dass sich ein paar nicht daran hielten,

war eine Qual.

Die Zimmeraufteilung wohl durchdacht,

kam schon die Frage: „Wie werden die Projekte gemacht?“

Mit freundlichen Blicken und schnellen Schritten

sah man schon die Studenten anrücken.

Hola, Salut hörte man gleich

aus dem kleinen Konferenzbereich.

Die Zugstationen noch schnell erklärt,

damit auch keiner weiter fährt.

Vom ganzen Zugfahren schon benommen,

haben die Mädels den falschen Bus genommen.

Doch dann, wer hätte es gedacht,

haben sie es doch noch zurück geschafft.

Am Abend die Plätze am Hafen ganz besonnen

wollten alle die Viking beim Auslaufen sehn,

„Doch Kinder, einen Meter vorm Beckenrand, bleibt ihr bitte stehn“.

Auf einmal hörte man alle nur noch Spanisch und Englisch quatschen,

die Ausländer, mit denen wir uns unterhielten, waren begeistert und klatschten.

Mit großen Augen und wieder Essen von der Lunchbox im Mund

machten wir uns an die Rückwanderung.

Wir alle auf der Rückreise waren,

uns ein Toilettenproblem überkam.

Frau Weger fix in dieser Not

ein Restaurant gesucht ohne Gäste-Toiletten-Verbot.

Nach der kleinen Pinkelpause

rasen alle schnell nach „Hause“.

Schleichen sich in ihre Zimmer rein,

machen sich für‘s Bettchen fein

und schlafen alle friedlich ein.

Am nächsten Tag der Spaß von vorn beginnt,

ja, da freut sich jedes Spanisch- und Französischkind.

(anonym ;))